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Die richitge Finne auswaehlen.

Der Finne machts !

Der Finne machts? Nein, natürlich heißt es: die Finne macht es! Die Finne hat es wirklich in sich. Häufig wird das kleine Zubehörteil unter dem Windsurfboard unterschätzt. Es hat aber, vergleichbar mit den Reifen eines Autos, eine elementare Funktion. Ohne Finne kann man nicht surfen! Und die Finne entscheidet häufig, wie man angleitet, wie man beschleunigt und welche Endgeschwindigkeit man erreicht.

Funktion der Finne

Die Finne hat die Funktion das Board in der Spur zu halten. In Verdrängungsfahrt dient die Finne als Ruderersatz. In Kombination mit der Riggsteuerung (Verlagerung des Segeldruckpunkts zum Bug oder Heck) wird der Lateraldruckpunkt verändert und somit wird die Finne unter Wasser anders angeströmt und das Board verändert seine Richtung.
In Gleitfahrt wird in Kombination mit der Kantenbelastung gesteuert, Auch hier verändert sich die Anströmung der Finne und somit die Richtung.

Befestigung der Finne:

Die Finne wird immer direkt mit dem Board verbunden. Es ist eine feste, nicht bewegliche Befestigung, die immer mit Hilfe von Schrauben befestigt wird. Es gibt dabei unterschiedliche Befestigungssysteme, die zum Einen mit der Bauweise der Boards, zum Anderen aber auch mit Patentrechten zu tun haben. Auch die Größe der Finne kann manchmal eine gewisse Finnebefestigung verlangen, da diese unterschiedlich stark ausfallen.
Man unterscheidet die Finnenbefestigungen in verschiedene Boxsysteme.

  • Finnenboxen
  • Powerbox
  • Tuttle Box
  • Deep Tuttle Box
  • Trimmbox
  • US-Box

Hier auf dem Bild zu sehen, die vier wichtigsten Systeme:

Bis auf die US- Box Systeme werden alle Finnen von oben mit Schrauben (4mm Durchmesser) am Surfboard befestigt. Die Finnen sitzten in sogenannten Finnenboxen, die im Board einlaminiert sind. Die Tuttle und auch die Deep Tuttle Finnen werden mit zwei Schrauben befestigt. Diese Art der Boxen werden in der Regel bei Slalom und Race Finnen verwendet, da diese tiefer im Board sitzen und dadurch steifer sind.

Bauweisen

Es gibt bei den Finnen verschiedene Bauweisen. Das spiegelt sich in der Qualität und der Performance, aber auch im Preis wieder:
Bei der Herstellung werden verschiedene Materialien verwendet: Quelle (www.windsurf-scout.de Surffinnen)

  • CG-10
    harte Finne: stark verdichtetes Epoxydlaminat mit Carbon-Verstärkung
  • G-11
    harte Finne: stark verdichtetes Epoxydlaminat (glasfaserverstärktes Epoxydharzlaminat - EP GC 203 / MIL-I-24768/3 (GEB) - steifer und Härter als G-10
  • G-10
    harte Finne: unter Hochdruck stark verdichtetes Epoxydlaminat (glasfaserverstärktes Epoxydharzlaminat - EP GC 201 / MIL-I-24768/2 (GEE)
  • GKF
    mittelharte Finne: Glasfaser-verstärkter Kunststoff; besteht aus Glasfasern, die mit Epoxy- oder Polyesterharz getränkt sind (z.B. White Water Ride Core)
  • VE
    mittelharte Finne: mittel verdichtetes Polyesterlaminat
  • GX / PG
    weiche Finne: leicht verdichtetes Polyesterlaminat bzw. Multicolor-Polyesterlaminat bei PG
  • COMP
    Composit-Formbau: Carbon-Epoxy-Laminat / Carbon-Glas-Epoxy-Laminat / Glas-Epoxy-Laminat; exaktes Flexverhalten, individuelle Anpassung der Carbon- und/oder Glasfasermatten an Finnengröße und -modell
  • PREPREG
    Pre-impregnated fibre - "vorimprägnierte Fasern": Fasern werden mit Epoxidharz (Epoxy Prepreg) imprägniert um das ideale Verhältnis zwischen Fasern und Harz zu erreichen - das präziseste Material für Finnen mit den besten mechanischen Eigenschaften und wesentlich höherer Lebensdauer CNC-gefertigt - aufwendig, kompliziert und teuer (z.B. White Water Free Race G1o unidirktional)
    Im Bezug auf Lamininaten bezeichnet der Begriff "unidirektional" die gegebene Faserrichtung des Prepregs, also sind hier die Fasern nur in eine Richtung orientiert. Der Hauptbegriff für Prepreg-Material, bei dem die Fasern generell nur in 0°-Richtung verlaufen (Kettfaden) lautet Tape bzw. auch unidirektionales Prepreg.


Die Herstellung der Finnen gibt häufig auch Rückschlüsse über deren Wertigkeit.

Finnenform

Finnenproduktion

Die SURF 7/2012 berichtet in einem längeren Artikel über die Herstellung von Finnen aus dem Hause Select. Select produziert seit 1985 in Frankreich hochwertigste Windsurffinnen. Die Finnen werden in Frankreich bei Select – (SM Composite) mit Hightech Maschinen hergestellt.

Select Production

Vor der Produktion steht dabei allerdings die Entwicklung einer Finne. Bei Select geschieht die Entwicklung von Windsurffinnen durch den Input von Testern, die europaweit neue Designs ausprobieren und ihr gewonnenes Feedback an die Entwickler weitergeben. So ist es laut SURF 7/2012 Seite 36 nötig bis zu 200 Prototypen einer Finne zu erstellen, bevor eine Serienfinne entstehen kann.

Sobald dann die Kontur und das Profil feststehen, wird die Form mit einer CNC Maschine gefräst. In dieser Form wird schließlich die Finne in einer pre-preg Produktion hergestellt.

Dabei werden bei Select für die Produktion der Windsurffinne Carbon und Glasfasermatten verwendet, die bereits mit Harz vorgetränkt sind und tiefgekühlt gelagert werden um diese vor dem Aushärten zu schützen.

Das Geheimnis der Select Finnen liegt letztendlich in den Lagen der verschiedenen Materialien, die übereinander liegen und letztendlich mit einer Kraft von rund 35Tonnen zusammengepresst werden. Dieser Pressvorgang dauert 15min und wird bei einer Temperatur von 150 Grad durchgeführt. Das Resultat ist eine hochwertige, gebackene Finne.

Im Anschluss wird dann noch das Boxensystem angespritzt und die Finne mit 300er Schleifpapier bearbeitet. Der letzte Schliff ist handarbeit – das ist zwar laut SURF 7/2012 Seite 38 ein Betriebsgeheimnis, doch die Fotos zeigen deutlich, dass jede Finne noch mal die Hände der geschulten Mitarbeiter durchwandern.

Für die verschiedenen Einsatzbereiche der Windsurffinne werden unterschiedliche Materialien verwendet. Bei den dünnen Slalomfinnen ist der Anteil von unidirektionalem Carbon deutlich höher, bei den Wavefinnen hingegen ist die Steifigkeit nicht so relevant und daher wird dort häufig Glasgewebe verwendet.

Quelle: Formsache: In SURF (7/2012 Seite 34 – 40); Delius Klasing Verlag

 

Finnenformen

 

Die Form der Finne ist entscheidend für den Einsatzzweck. Die sogenannte Finnenoutline zeigt deutlich, wofür die Finne zu benutzen ist. Je weiter die Finne nach hinten gebogen ist, desto besser ist die Manövereigenschaft. Je weniger Biegung (Rake) die Finne hat, desto mehr Fahrleistung bekommt man.

Hier deutlich zu sehen. Im Hintergrund eine Slalomfinne, die fast gerade ist, dann eine Freeride Finne, die schon eine leichte Biegung nach hinten hat und dann die Bump & Jump Finne, die eine deutliche Biegung aufweist. Hier sorgt der Rake für eine deutlich bessere Manövereigenschaft.

Aber auch die Fläche spielt eine entscheidende Rolle. Sie ist für zwei Faktoren relevant: Zum Einen muss die Finne immer im Verhältnis zu der Segelgröße stehen. Ein großes Segel braucht immer auch eine Finne mit einer großen Fläche  und umgekehrt. Ist die Finne zu klein, dann können die durch das Segel entstehenden Querkräfte im Unterwasserbereich nicht gehalten werden. Der Druck wird dann so groß, dass ein Spinn Out entsteht.

Im Detail hat man auf der Lee Seite immer einen Überdruck, da man beim Windsurfen immer schräg nach Lee (windabgewante Seite) surft. Nur Finne und ggf. Schwert verhindern die seitliche Abdrifft. Da der durch das Segel entstandene Druck auf das Board übertragen wird und diese Kräfte in Vortrieb umgewandelt werden, entsteht an der Finne der entscheidende Druck, der das Board überhaupt erst gerade aus fahren lässt.

 

Auf der Leeseite entsteht ein Überdruck, auf der Luvseite ein Unterdruck. Werden die auftretenden Querkräfte zu groß, kann die Kraft nicht mehr gehalten werden. Der Spinn Out entsteht im Detail, wenn der Wasserstrom an der Finne abreißt und sich Luftbläschen sammeln, so dass die eigentliche Funktion der Finne, die der Richtungsstabilität.(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Windsurfen).

Die Fläche ist aber auch relevant für Speed und Kontrolle. Bei viel Wind und hoher Geschwindigkeit sollte die Finne kleiner gewählt werden. Das erzeugt auch mehr Laufruhe. Wenn man gegen den Wind kreuzen will, muss die Finne hingegen mehr Tiefgang haben und auch dementsprechend mehr Fläche, um die entstehenden Querkräfte zu halten. (Quelle: Surf Magazin 10.Okt. 1995 S12-14)

Aber auch das Profil ist entscheidend. Dies spielt gerade bei Slalomfinnen eine entscheidende Rolle. Je dicker das Gesamtprofil, desto früher gleiten die Boards an – das Profil entspricht dann dem einer Tragefläche eines Flügels. Das Wasser wird an der dicken Stelle kurz komprimiert und dann an der dünnen Stelle beschleunigt. Das sorgt dann für extra Schub und aktiveres Angleiten! Auch die Manövereigenschaften werden dadurch deutlich besser. (Quelle: Surf Magazin 10.Okt. 1995 S12-14)


Quelle: (http://select-hydrofoils.com/en/news/the-fin-what-you-need-to-know/)

Twist und Flex

Gute Finnen haben heute einen perfekt abgestimmten Flex und Twist. Die guten Finnen müssen also nicht starr sein, sondern dynamisch mitarbeiten.
Der Flex (seitliche Verbiegen) und Twist  (Verdrehung in Fahrtrichtung) der Finne entsteht unter Belastung. Je größer die Finne ist, desto größer muss auch der Flex der Finne sein. Select produziert seit Jahren schon Finnen mit genau diesen Merkmalen.
Der Werkstoffe Carbon zum Beispiel hat die Eigenschaft eine besonders hohe Rückschnellkraft zu entwickeln. Wenn also der Druck auf die Finne durch Windböen oder das aktive Anpumpen größer wird, dann verbiegt sich unter diesem Druck die Finne. Im Anschluss, je nach Werkstoff, schnellt die Finne wieder zurück uns sorgt zusätzlich für ein schnelles Angleiten, oder sorgt dann einfach für eine besser Kontrollierbarkeit.

Bei Select werden die Windsurffinnen auf ihr Flexverhalten getestet. Eine besondere Maschine biegt dabei die Finne um festzustellen wieviel Flex eine Finne aushält.

Die verschiedenen Finnen

Slalom

Schmale und steife Surffinnen mit dünnen Profilen bestimmen die Slalomfinnenlinie. Sie haben wenig Wasserwiderstand, beschleunigen schnell und haben ein hohes Speedpotential. Das dünne Profil sichert maximale Kontrolle bei Topspeed und gibt der Surffinne die nötige Laufruhe. (Quelle: http://windsurf-scout.de/)
Slalomfinnen werden von den Herstellern (z.B. MFC) in zwei Formen angeboten:

  • große Finnen mit einen Rake um 10°, für Flachwasser und schwachen Winden
  • mittelgroße Finnen mit einem Rake um 15°, für unruhiges Kabbelwasser und stärkere Winde.

Kleinere Slalomfinnen mit einem Rake zwischen 18 und 25° werden als Speedfinnen eingesetzt.

Die Unterschiede im Rake bei den Größengruppen ergeben sich aus den allgemeinen Finneneigenschaften:

  • wenig Rake (Finnendruckpunkt weiter vorne): mehr Auftrieb, besseres Höhelaufen und weniger   Kontrolle - je länger die Finne, um so mehr werden diese Eigenschaften verstärkt
  • mehr Rake (Finnendruckpunkt weiter hinten): weniger Auftrieb, schlechteres Höhelaufen, aber mehr   Kontrolle - je kürzer die Finne, um so mehr werden diese Eigenschaften verstärkt

Finnenlängen: 28 bis 48 cm

Race

Brachiale Leistung ist der Anspruch der Race. Wenig Rake und durchgehendes Profil bis ins Top sowie eine verkürzte Anströmkante liefern diesem Finnetyp sehr viel Auftrieb für Höhelaufen und frühes Angleiten. Damit sind diese Hochleistungsfinnen ideal für extrembreite Boards beim Einsatz in Kursrennen.
Das Profil und die Outline sind ohne Kompromisse auf Wettkampf ausgelegt. Die Outline ist am Tip nicht mehr rund sondern trapezförmig. Extrem hohe Upwind Geschwindigkeiten werden mit einer Finnenlänge von bis zu 70cm für Formulaboards erreicht. Grund dafür ist die hohe Steifigkeit des Materials in der Längsachse des Finnenblattes. Downwind ist die Surffinne durch ihre außergewöhnliche Twistcharakteristik auch im überpowerten Zustand bestens zu kontrollieren.
Diese Surffinne sollte man nur auf Raceboards einsetzen.

Empfehlungen für Racefinnenlängen:

  • 50 bis 55cm - 8.4er Segel
  • 55 bis 60cm - 9.4er Segel
  • 60 bis 65cm - 10.4er Segel

bzw. Boardbreite 30cm vom Heck entfernt (one foot of), z.B. Breite 60cm, dann sollte auch die Surffinne 60cm lang sein.
maximale Finnelänge: 70 cm
(Quelle: http://windsurf-scout.de/)

Freeride

Durchgehend steiler Rake von der Basis bis zum Top erzeugen viel Auftrieb für sehr gutes An- und Durchgleiten. Der homogenen Profilverlauf von der Basis bis zum Top gibt guten Fahrkomfort und ermöglicht Speedfahren ohne Kontrollprobleme. Das gebogenen Top erleichtert Manöver bei voluminösen Boards und erhöht die Laufruhe.
Längen bis 54 Zentimeter, sind für voluminöse Boards mittlerweile notwendig.
Die Outline ist unter Berücksichtigung des Flexverhaltens teilweise sogar durch den Einsatz von Prepreg Materialien so gestaltet, dass Kentermoment und Kontrollierbarkeit leistungsorientiert ausgelegt sind. So verbinden die Freeridefinnen hervorragende Fahrleistungen mit problemlosen Manövereigenschaften.
Freeridefinnen werden in härteren Varianten (G10-Variationen) und weicheren Varianten (z.B. GFK) angeboten. Hier gilt das gleiche wie bei den Masten, die härteren Varianten der Surffinnen sind eher für die schwereren Surfer und die weicheren für die leichteren Surfer geeignet.
Finnenlänge: 30 bis 58 cm
(Quelle: http://windsurf-scout.de/)

Wave

Feurige Manöver, schnelles "down the line waveriding" und absolute Kontrolle gehören zu dem Repertoire dieser stark geschwungenen Surffinne mit wenig Tiefgang. Die Onshore und Sideshore Waveshapes geben ausreichend Grip bei Manövern und verleihen dem Board die gewünschte Agilität. Die einzelnen Finnengrößen sind auf Boardvolumen von 60 - 95 Liter abgestimmt.

Wave-Sideshore-Finne - über 1,5m Welle (verstärkt Waveriding über den vorderen Fuß): Das flache Profil sowie der starke Rake erleichtern Manöver und liefern neutrale Fahreigenschaften. Das weiche Tip lässt das Board auch bei starkem Wind oder hohen Wellen ruhig und kontrolliert laufen.


Wave-Onshore-Finne - 0,5 bis 1,5m Welle
(verstärkt Waveriding über den hinteren Fuß): etwas steifer als die Sideshore Finnen und mit mehr Fläche im Tip liefert diese Surffinne etwas mehr Leistung und ist besser geeignet für frühes Angleiten und das Surfen bei Starkwind auf Flachwasser.

Die Onshore-Finnen bieten, weil weicher und nach hinten gebogen, mehr Kontrolle als härtere Finnen mit weniger Rake (Neigung der Finnen nach hinten).

Hohe Geschwindigkeit und wenig Widerstand sind beim Wellenabreiten sehr wichtig. Auch beim Springen kann dieses hohe Speedpotential ausnutzt werden, wenn man auf die Welle zufährt. Kontrolle in jeder Situation muss selbstverständlich sein, wie zum Beispiel bei schnell gefahrenen Bottom Turns.

Der zweite ganz entscheidende Bereich beim Windsurfen, sind schnelle explosive Richtungswechsel in jeder Situation, dies garantiert die geringe Fläche im Tip und das oft recht biegsame Tip. Ausreichend Halt bietet dennoch die breite Basis. Bei mehr Druck auf den hinteren Fuß (Waveriding über den hinteren Fuß) sollte die Wavefinnen einwenig dicker und flexibler an der Spitze sein.

Waveriding ist wenigsten in einer Hinsicht schon mal einfach: man kann mit einer geschickt gewählten Finnengröße zwei bis drei Segelgrößen abdecken und ist damit also mehr beim Surfen als beim Schrauben. Wave-Sideshore-Finnen werden in der Box weiter hinten (Board wird schneller) und Wave-Onshore-Finnen in der US-Box weiter vorne (Board fährt leichter Höhe) gefahren.

Finnenlänge: 19 bis 26 cm
(Quelle: http://windsurf-scout.de/)

Freestyle

Die Freestylefinne für Flachwassertricks und leichte Welle bis 0,5m, ist kurz, hat aber trotzdem viel Fläche und ein breites Top für schnelles Angleiten und guten Halt bei Moves. Sie zeigt eine sehr gute Drehfreudigkeit wegen des geringem Tiefgang.

Die 23er MX, 92 Liter Freestyleboard + 5,5er Segel, z.B. ist eine perfekte Kombination! Bei allen Sprungmanövern fährt die Surffinne perfekt. Spin Outs sind auch kein Thema.

Push the Limits. Die Free Style vermittelt ein außerirdisches Fahrgefühl. Die Flächenverteilung verändert die Charakteristik des Boards deutlich, es wird sehr lebendig und drehfreudig. Fußsteuerung und radikale Turns selbst bei kleinen Chops werden zum Kinderspiel. Durch Ändern der Fahrtechnik mit gleichmäßigem Druck auf beiden Füßen, behält man volle Kontrolle über das Board. Manöver, die Du gezielt über Spin Outs (kontrolliertes Sliden) einleitest, werden durch diese Surffinne jeder Zeit möglich.

Die Länge dieser Finne ist von enormer Bedeutung, wenn das Board auf dem vorderen Drittel gedreht werden soll. Bei dieser Drehung darf die Surffinne nicht das Wasser berühren und aus diesem Grunde auch nicht länger als 15 bis 17 cm sein. Solche kurzen Finnen sind perfekt zum Sliden bzw. Weitersliden, zeigen aber schlechte Leistungen beim Höhelaufen und sogar beim Geradeausfahren, Eigenschaften, die man aber von der Surffinne abverlangt, wenn man schnell wieder zum Start zurückkommen möchte. Man muss sich daher eine andere Technik zulegen, um Höhe zu laufen.

Finnenlänge: 15 bis 26 cm

Größerer Finnen (22 bis 24cm) bieten mehr Angleitpower und Höhenlaufeigenschaften sind daher für die klassischen Freestylemoves, sowie Loops und Segel ab 5,8m² sowie Freestyle-Einsteiger die bessere Wahl.

Mit kleinen Finnen springt man flacher ab, weil das Brett auch zwangsweise durch die Belastung bei kleineren Finnen auch flacher auf dem Wasser liegt.
(Quelle: http://windsurf-scout.de/)

Seegras

den Seegras gefährdeten oder knietiefen Reviere zählen die Ostsee, Fehmarn, Rügen, Etang de Leucat, der Ringköbing Fjord und das Isselmeer. Das heißt: wir sind von Seegras umgeben. Und trotzdem ist Seegras nach wie vor ein stark vernachlässigtes Thema.

Seegras-Finnen sind eine Synthese zwischen Leistung und problemlosem Verhalten in Seegras- (Ostsee von Juni bis Oktober), Plastiktüten- und seichten Steh-Revieren (Ringköbing Fjord). Der Neigungswinkel (Rake) von ca. 45° (seltener 43° oder gar 30°, letztere eher fürs Speedsurfen designt) lässt Seegras noch gut abgleiten, ohne die Leistung der Surffinne drastisch einzuschränken. Die Fläche ist etwas größer, um den Neigungswinkel zu kompensieren.

Bei den Shapes wurden die Charakteristiken der herkömmlichen Finnenlinien übernommen und für den Einsatz bei Seegras effizient verbessert.

Die Leistungen dieser Surffinnen sind nun nach Jahren der Entwicklung ebenbürtig mit Wave-, Free Ride- oder Race-Shapes.

Vorteile:

  • es bleibt kein Seegras mehr hängen
  • leichtes (passives) Angleiten durch größere Fläche
  • bei Flachwasser gibt es weniger Grundberührung. Die 28-er, z.B., kannst du wegen der größeren
  • Finnenfläche getrost fahren, wenn du sonst einen 30-er oder gar 32-er Freeride reinschrauben würdest
  • die weite Powerhalse gelingt leichter. Die Surffinne ist kürzer (flacher) und gutmütiger, daher einfacher um die Boardlängsachse zu kippen und Fehler verzeihend. Außerdem verlagert sich der Borddrehpunkt durch die Verlagerung der Finnendruckpunktes nach hinten auch weiter nach hinten. Dadurch vergrößert sich die Kraft des rotierenden Segels, das aber auch beim Halsen weiter nach hinten gelegt werden muss
  • weniger Spin-Out, da der Finnendruckpunkt weiter hinten liegt und du mehr Druck gerade bei  Überpowerung auf den hinteren Fuß bringen kannst.
  • Das Bord ist, wenn einmal im Gleiten, schneller, wegen des geringeren Widerstandes im Wasser (45°/43°/30° Anströmwinkel) und des weiter nach hinten verlagerten Finnendruckpunktes, der  Mastfuß kann (muss) weiter hinten montiert werden, dadurch wird die benetzte Fläche des Board beim Gleiten kleiner und das Board schneller
  • im oberen Windbereich ist die Surffinne besser zu kontrollieren, denn dann soll man sich normalerweise immer eine um eine Nummer kleinere Finne in den Finnenkasten schrauben.

Nachteile:

  • die Finnen ragen weiter über das Boardheck hinaus als die anderen Surffinnen, dadurch vergrößert sich die Gefahr, sich beim unachtsamen Bewegen oder Führen des Boards im Wasser den Neoprenanzug oder den Gabelbaumbelag zu beschädigen oder sich gar zu verletzen.

(Quelle: http://windsurf-scout.de/)

 

Tide

Wenig Tiefgang bei großer Fläche ermöglicht den Einsatz mit großen Segeln und breiten, volumigen Boards. Das besondere Profil verhindert den ungewünschten Strömungsabriss der bei breiten, verhältnismäsig flachen Profilen schneller auftritt. Auf diese Weise erhalten wir ein sicheres aber dennoch flaches und schnelles Profil.