Facebook Pixel

Windsurfinnen & Finnensysteme

Windsurffinnen

Mit der richtigen Finnenkombination kannst du dein Board auf dem nächsten Level surfen. Obwohl sie so klein und unscheinbar wirken, sind sie essentiell und unverzichtbar. Sie beeinflussen, wie sich dein Board in der Welle verhält, ermöglichen dir Stabilität bei hoher Geschwindigkeit und machen das Board manövrierfähig.

Doch die Suche nach neuen Finnen ist oftmals anstrengen und zeitintensiv, denn die Auswahl ist einfach gigantisch. Wir erklären dir die Unterschiede in Größe, Material und Form, damit du beim nächsten Kauf durchstarten kannst.

Zunächst musst du wissen welches Finnenboxsystem in deinem Board verbaut wurde. Das variiert je nach Hersteller und Board. Hier findest du eine Übersicht der fünf gängigsten Finnenboxsysteme.

Finnenformen
Powerbox

Powerbox = PB

Das unkomplizierteste und am weitesten verbreitete Finnenboxsystem ist definitiv die Powerbox.

Dieses Finnenboxsystem kannst du am Schraubenloch erkennen, welches mittig im Finnenkasten einmal durch das Windsurfboard geht. Die Montage ist beim Powerboxsystem einfach und schnell.

Dazu wird die Finne mit dem Finnenkopf von unten in den Kasten gesteckt und daraufhin mit einer Schraube von oben im mittig im Finnenschaft befestigt.

Dabei ist es wichtig, dass die Schraube mit einem Schraubenzieher richtig fest angezogen wird, damit sie während der Surfsession nicht herausfällt. Durch den keilförmigen Shape des Finnenkopfs ist sie besonders stabil und wackelfest sodass sich leichte Herstellertoleranzen sehr gut ausgleichen. Die Powerbox wird häufig im Freeride-, Freestyle- und Einsteigerbereich verbaut und bietet auch bei etwas längeren Finnen gute Stabilität.

Tuttlebox

Tuttle-Box = TU

Die Finne wird im Tuttle-Boxsystem, im Gegensatz zum Powerboxsystem, mit zwei schrauben fixiert. Somit es noch widerstandsfähiger und bietet höchste Stabilität. Erkennen kann man das Boxsystem an den zwei Schraubenlöchern, die vorne und hinten am Finnenkasten durch das Board gehen.

Die Montage erfolgt ähnlich wie beim Powerboxsystem, indem die Finne von unten eingesteckt und von oben kräftig mit den beiden Schrauben festgezogen wird. Dieses System verzeiht keine Toleranz, denn durch die gerade Form der Finnenwangen muss die Finne millimetergenau in die Box passen. Oftmals wird das Tuttle-Boxsystem bei Freerace und Freeride-Boards verwendet.

Achtung - good to know : Tuttle-Finnen sind mit längeren Schrauben auch für das Deep Tuttle-System kompatibel.

Deep_Tuttle-Box

Deep Tuttle-Box = deep TU

Auch beim Deep Tuttle-Boxsystem werden die einwirkenden Kräfte durch die zwei Befestigungsschrauben verteilt. Das Deep Tuttle-Boxsystem eine Kombination aus Powerbox und Tuttle-Box, denn der Finnenkopf hat zum einen den keilförmigen Shape (Powerbox) und wird zum anderen durch zwei Schrauben (Tuttle-Box) fixiert.  

Der große Unterschied zwischen der Tuttle- und der Deep Tuttle-Box ist, dass der Finnenschaft tiefer in das Board eingelassen ist. Das bedeutet, dass der Finnenkopf bei Deep-Tuttle-Finnen länger ist sodass sie auch bei höherer Geschwindigkeit ohne Probleme festsitzt. Dank dieser Merkmale eignet sich das Deep Tuttle-System perfekt für Race-Boards.

Achtung - good to know : Tuttle-Finnen sind mit längeren Schrauben auch für das Deep Tuttle-System kompatibel.

US_Box1

US-Box = US

Das Stecksystem US-Box ist der „Oldy but Goldy“ unter den Finnenkästen. Da für dieses Boxsystem keine Schraube durch das Board geht, eignet es sich besonders gut für Boards mit flachen Tails und aufblasbaren SUP‘s.

Zur Befestigung wird zunächst die Unterlegscheibe für die Schraube in die Schiene gelegt. Daraufhin wird die Finne mit dem Querbolzen eingeklickt und in den Finnenkasten geschoben. Im letzten Schritt wird die Schraube auf der Unterlegscheibe festgedreht.

Der Größte Vorteil des US-Boxsystems ist, dass die Finnenposition auf der Länge des Finnenkasten je nach Präferenz gewählt werden kann. Am häufigsten wird das System aktuell in Wave-Boards verbaut.

Slotbox

Slotbox

Der Newbie unter den Finnenboxsystemen ist definitiv die Slotbox. Erkennen kann man das Slot Boxsystem an den zwei schrägen Schraubenlöchern, die sich seitlich des Finnenkasten befinden. Durch dieses System können Einstellungen und Anpassungen an Bedingung einfach im Handumdrehen selbst vorgenommen werden.

Das fixieren der Finne erfolgt über die zwei seitlich-schrägen Schrauben, die die Finne „einklemmen“.  Nach dem Anziehen bewegen sich die Finnen nicht mehr. Vorteile des Slotbox-Systems: Gewicht, Gewicht und Stärke! Oh ja das ist richtig, weniger Gewicht und mehr Festigkeit, denn ein Slotbox-Finnenkasten wiegt im Gegensatz zu einem US-Box Finnenkasten ca. 220 Gramm weniger!



Die Finnengröße beim Windsurfen richtet sich je nach Gewicht, Boardgröße, Segelgröße und Windstärke.

Finnenskizze1

Base
Die Fläche der Finne, die auf dem Board aufliegt ist die sogenannte Base. Häufig ist es die breiteste Stelle der Finne. Hier gilt die Faustregel: Je breiter die Base, desto besser der Geschwindigkeitsaufbau.

Tip
Die Finnenspitze wird auch Tip genannt. Wichtig zu wissen ist, je breiter die Spitze desto mehr Halt liefert eine Finne. Die Base und Tip können sich in verschiedenen Kombinationen ausgleichen z.B. schmaler Tip und breite Base

Area
Die Oberfläche einer Finne ist die Area. Diese setzt sich aus Größe und Form zusammen. Merke: Große Area = viel Stabilität = wenig Beweglichkeit; Kleine Area = wenig Stabilität = hohe Wendigkeit. Die Auswahl der Finne ist nach eigenem Fahrstil und den vorherrschenden Bedingungen abzuwägen.

Finnenskizze2

Flex
Der Flex einer Finne hängt vom Material und der Bauweise ab. Dieser Flex hat einen großen Einfluss auf das Board und dein Fahrverhalten. Moderne Finnen sind meist nicht mehr in allen Bereichen gleich Flexible. Für mehr Kontrolle wird die Basis häufig stabil und steif gebaut. In Richtung Tip werden sie dann zunehmend Flexibler sodass die Wendigkeit des Boards verstärkt wird.

Toe
Der Toe ist der Winkel der Finnenausrichtung zur Längsachse. Je nach Finnenanordnung ist der Toe unterschiedlich ausgerichtet. Je nach Ausrichtung kann das Wasser schneller oder langsamer an den Finnen vorbeiströmt. Parallel angeordnete Finnen sorgen auf bei hohen Geschwindigkeiten für eine gute Festigkeit. Im Gegensatz dazu ermöglichen Finnen, die nicht parallel sind, mehr spinn.

Cant
Der Cant ist die Winkelstellung der Finne zum Board. Zusammen gefasst lässt sich sagen, je mehr Cant (> 90°) nach außen desto mehr Response bei Turns, während einen geringere Cant (< 90°) besseren Geschwindigkeitsaufbau ermöglicht.