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Windsurfmastverlängerung

WINDSURF-MASTVERLÄNGERUNG

Tipps für Deine erste Mastverlängerung zum Windsurfen.

"Da stehe ich also mit meiner neuen Mastverlängerung am Wulfener Hals auf Fehmarn. Hätte ich vorher den Unterschied zwischen SDM und RDM gewusst - hätte die Verlängerung vermutlich auch in den Mast gepasst. Hätte, hätte..." Solch einen Fehlkauf möchte ich Dir ersparen: Im folgenden Einsteiger-Ratgeber dreht sich alles um das Thema Windsurf-Mastverlängerungen.

Wofür benötigst Du die Mastverlängerung?
Wie der Name vermuten lässt, dient die Mastverlängerung (englisch: Extension) der Verlängerung des Mastes. Windsurfmasten werden in Abstufungen von 30cm produziert (340, 370, 400, 430, 460...). Zur Abdeckung der dazwischenliegenden Bereiche, dient die Mast-Verlängerung.

Ein konkretes Beispiel:

Du hast ein Windsurfsegel in der Größe von 5.0 Quadratmetern. Laut Herstellerangabe benötigt das Segel eine Vorlieskspannung von 416cm. Empfohlen wir Dir ein 400-er Mast. Es fehlen also 16cm in der Länge. Die Gesamtlänge von 416cm erreichst Du aus Kombination zwischen Mast und Verlängerung. Du benötigst eine Mastverlängerung, die es Dir ermöglicht, den Mast um ca. 16 Zentimeter zu verlängern. Was bedeutet das jetzt genau: Die passende Mastverlängerung muss eine Gesamtlänge von mindestens 30cm haben.

Finde die richtige Länge bei der Wahl der Mastverlängerung:

Windsurf-Mastverlängerungen gibt es meist in den drei Längen: 15, 30 und 45 Zentimetern. Die einzelne Verlängerung lässt sich dann in Größenabstufungen von ca. 2cm einstellen. Für den Einstieg ist eine Verlängerung ratsam, mit der Du möglichst viele Mast-/ Segel-Kombinationen surfen kannst.

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Bild: das Bild zeigt eine SDM-Verlängerung von Unifiber. Erhältlich ist das Modell in drei unterschiedlichen Längen: 15, 30 und 45.

RDM und SDM - Wo ist der Unterschied und warum ist das so wichtig?

Windsurf-Mastverlängerungen gibt es in zwei unterschiedlichen Durchmessern. Die dicke Variante fasst einen Durchmesser von 48,5mm - die dünne Ausführung liegt bei 32mm. Fachlich korrekt heißt es natürlich nicht dick und dünn: Windsurfer sprechen von RDM und SDM- Verlängerungen.

RDM steht für "Reduced Diametre Masts" und bedeutet so viel, wie redudzierter Durchmesser. SDM bedeutet "Standard Diametre Masts" - es ist der standard Durchmesser. Achja, eine umgangssprachliche Form hat sich für die RDM-Verlängerung tatsächlich durchgesetzt: oft wird diese als skinny Verlängerung bezeichnet.

Ob Du Dich bei Deiner ersten Extension für eine RDM- oder eine SDM- Verlängerung entscheidest, bleibt Dir völlig frei gestellt. Ganz wichig ist die Tatsache: eine RDM- Verlängerung passt nur in einen RDM- Windsurfmast und eine SDM- Extension folglich nur in einen Mast mit standard Durchmesser.

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Bild: Dick oder dünn? Wichtig für Dich ist viel mehr die Frage: welche der beiden Verlängerungen passt in Deinen Windsurfmast. Schaue auf Deinen Mast, ob er einen RDM- oder einen SDM- Durchmesser hat. Oftmals bringen die Hersteller die Modelle der Verlängerungen in beiden Varianten auf den Markt. Auf dem Foto siehst Du die Mast-Extension Uni.XT von Duotone. Abgesehen von dem Durchmesser sind die beiden Verlängerungen identisch. 

Was gibt es bei Wahl der Mastverlängerung noch zu beachten?

Die Mastverlängerung ist der Teil des Windsurf-Riggs, der später die Steckverbindung zu dem Mastfuss bildet. Worauf musst Du also noch achten? Genau: Deine Mastverlängerung muss in den Mastfuss passen. Wie? Auch hier gibt es Unterschiede? Leider ja. Zum einen gibt es verschiedenen Zapfen (lange und kurze) - dazu kommt noch der Unterschied zweier Stecksysteme. Jetzt aber der Reihe nach: Beginnen wir mit dem Stecksystem. Bei dem U-Pin System hat die Mastverlängerung im unteren Bereich eine Aufnahme, wo der PIN/  Zapfen des Mastfuss eingeschoben wird. Bei der Verlängerung mit US-Cup befindet sich in der Mastverlängerung eine ziemlich große Aussparung - hier wird seitens des Mastfussen der komplette Becher (US-Cup) hinein gesteckt. Im unteren Bereich findest Du zwei Bilder beider Stecksysteme - der Unterschied wird schnell deutlich.

Bleibt noch das Thema Zapfen. Einige Hersteller verwenden bei ihren Mastfüssen einen langen Zapfen. Dieser harmoniert nicht mit jeder Mastverlängerung: die Aufnahme der Verlängerung ist zu kurz; Du kannst den Zapfen nicht komplett einführen. Der Hersteller Duotone hat beispielsweise beide Varianten im Angebot.

Unser Tipp: Wähle Deine Mastverlängerung und Deinen Mastfuss von der gleichen Marke - das ist 100% kompatibel. 

Alu oder Carbon und wo sind die Unterschiede?

Mastverlängerungen werden aus Aluminium oder Carbon gefertigt. Die Auswahl beider Varianten ist groß. Der Nachteil von Carbon-Verlängerungen ist der hohe Preis. Hier startest Du direkt im dreistelligen Euro-Bereich. Punkten tut das Material mit seiner Steifigkeit und dem geringen Gewicht. Erfahrene Surfer können sich diese Vorteile auf dem Wasser zu Nutze machen. Carbon-Verlängerungen sind außerdem witterungsbeständiger: gegen Ablagerungen von Salzwasser und Sandrückständen ist das Material unempfindlicher, als die Variante aus Aluminium.

Bei manchen Verlängerungen wirst Du den Hinweis HD lesen. Das bedeutet heavy-duty. Die Hersteller versprechen eine extrem stabile Verarbeitung. Bestimmte Bauteile (z.B. die Umlenkrolle) sind bei diesen Modellen aus V2-Stahl gefertigt.

Für ein gutes Einsteiger-Rigg ist eine Mastverlängerung aus Alu völlig ausreichend. Mit einem Budget von ca. 40-50 Euro bist Du schon dabei.

Unser Tipp: Entscheide Dich erst für einen Windsurfmast und kaufe danach die Verlängerung.

Und welche Windsurf-Mastverlängerung ist nun die richtige für den Einstieg in den Windsurfsport?

Wähle eine Mastverlängerung mit einem Verstellbereich von 30 oder 45cm. Es muss am Anfang nicht immer die hochwertigste Verlängerung aus Carbon sein. Deinen Lernfortschritt wird dies auch ganz gewiss nicht ausbremsen. Greife daher zu einer Alu-Verlängerung.

Die ganze Auswahl an Windsurf-Mastverlängerungen findest Du hier.

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