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Das Wellenreitboard. Was als einfaches Holzbrett anfing, ist heute eine hochkomplizierte Angelegenheit. Verschieden Shapes, Materialien, Tails, Rocker, Längen in komischen Angaben und jeder behauptet das beste Board zu fahren. Wie soll man da als Einsteiger in den Sport noch durchsteigen? Um ein wenig mehr Klarheit zu schaffen, versuchen wir hier einen groben Überblick zu geben, damit Du mit etwas mehr Verstand Deinen ersten Wellenreiter kaufen kannst! Um das Ganze Vorhaben etwas zu strukturieren, reden wir erst über die verschiedenen Shapes und dann über die einzelnen Bestandteile des Surfboards (Nose, Tail, Finnen, Deck).


1. Beginner Shapes

Mini-Malibu
Wenn Du schonmal eine Surfstunde genommen hast, standest Du mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einem Mini-Malibu Board. Die mittlere Länge und die Breite machen dieses zu einem stabilen Shape, die runde Nose verhilft zu schnellem Angleiten und das hohe Volumen spart Paddelkraft. Ideal also für die Anfänge! Je nach Körpergröße und Gewicht sind diese Boards zwischen 6' und 9' Fuß lang. Wichtig! Mini-Malibus können manchmal, aufgrund des längeren Shapes, auch als Unterkategorie von Longboards gelten. Jedoch sind klassische Longboards definitiv nichts für Beginner, sondern für die Style-Experten im Surfsport reserviert. Deshalb auf jeden Fall darauf achten, dass das erste Board ein sogenanntes Mini-Malibu ist!

Funboard
Das Funboard stellt den nächsten Schritt auf der "Shape-Leiter" dar. Ähnlich wie das Mini-Malibu zeichnen sich Funboards durch die runde Nose und ein höheres Volumen aus, sind jedoch insgesamt etwas kleiner als klassische Mini-Malibus. Funboards sind mit verschiedenen Tail-Shapes erhältlich. Wer im Wellenreiten weiter fortschreitet wird aber schnell merken, dass sowohl mit Mini-Malibus als auch mit Funboards die sogenannte "Duck Dive" (Das Durchtauchen der Wellen mit Board) schwerfällt. Auch für radikalere Turns sind Funboards aufgrund des höheren Volumens nicht so gut geeignet. Die meisten Funboards sind zwischen 7' und 8'6" Fuß


2. Shapes für Aufsteiger- und Fortgeschrittene

Fish-Boards
Im Vergleich zu Shortboards sind Fishboards dicker und breiter, jedoch kürzer als klassische Funboards. Somit stellen sie einen guten Übergang dar um ein Gefühl für das Fahren von Shortboards zu bekommen ohne dabei den Paddel-Komfort und die Stabilität von voluminöseren Boards völlig aufzugeben. Oft werden Fish-Boards in kleineren, unsaubereren Wellen gefahren. Das Ziel des Shapes ist es mehr Geschwindigkeit in den flachen Wellen-Abschnitten zu halten und den Kraftaufwand beim Paddeln zu verringern.

Hybrid-Board
Hybrid-Shapes stellen eine Symbiose aus verschiedenen Shapes dar. Dabei gibt es verschiedene Unterkategorien, die jeweils die Eigenschaften der Shapes miteinander verbinden. So kann zum Beispiel ein Hybrid-Fish-Shape die radikale Outline eines Shortboards übernehmen, allerdings mehr Volumen (vom Fish-Shape) in bestimmten Boardbereichen haben. Damit wird es zu einem guten Board für schwerere Surfer.


3. Profi-Shapes

Shortboards 

Typischerweise sind Shortboards zwischen 5'6" und 6'9" lang. Dieser Shape ist sehr wendig und optimal für radikale Turns geeignet. Die Duckdive ist durch das geringe Volumen sehr leicht. Um ein Shortboard zu beherrschen muss man allerdings einige Surferfahrung mitbringen. Der geringe Auftrieb und die kleine Outline machen diese Boards gerade im "Drop" sehr instabil. Die spezifisch spitze Nose des Boards erhöht die Geschwindigkeit und Kontrolle.

Klassische Longboards
Das Longboard ist der "originale" Boardshape. Bekannt von zahlreichen Fotos aus den 50er und 60ern in Malibu oder Hawaii ist das Longboard der Superstar der Shapes. Die meisten Longboards sind zwischen 8 und 12 Fuß lang, vergleichsweise Dick und haben eine mittlere Breite. Wie bereits in dem "Mini-Malibu" Kapitel angesprochen, ist das klassische Longboard für Anfänger ungeeignet. Wer jedoch bereits weiter forgeschritten ist, wird mit im Longboard eine tolle Alternative zum radikalen Shortboard finden. Der Surfstyle auf Longboards ähnelt einem Tanz, der geschmeidig die Wellen immitiert, während sich der Surfstyle auf Shortboards meist durch "Spray" im Turn, Sprünge und radikale "Cut-Backs" auszeichnet.

Gun-Boards
Gun-Shapes sind für die richtig großen Tage ausgelegt. In der Länge variieren sie zwischen 6'6" und 10', mit einem Fokus auf Stabilität bei sehr hohen Geschwindigkeiten. Gun-Boards sind sehr schwierig zu fahren und nur brauchbar in wirklich großen Wellen. Ein sehr spezifischer Shape, um den sich ein Beginner also erstmal keine Sorgen machen muss!


Jetzt, wo wir die verschiedenen Shapes skizziert haben, können wir uns an die einzelnen Bestandteile der Shapes machen, die alle die Fahreigenschaften eines Boards verändern:

Nose
Die Nose, also die Boardspitze, bestimmt die Grundeigenschaft des Surfboards. Generell kann man sagen, dass eine spitze Nose das Board wendiger, radikaler aber auch schwerer zu fahren macht. Eine runde Nose hingegen vereinfacht das Paddeln und übersetzt sich in ein ruhigeres Fahrgefühl. Durch das höhere Volumen im vorderen Boardbereich gleiten Shapes mit einer runden Nose auch schneller an.


Tail
Das "Ende" des Boards, das auch Tail genannt wird, kann ganz unterschiedliche Formen annehmen. Da wir uns nur auf die wichtigsten Informationen beschränken gehen wir hier nur die drei häufigsten Shapes durch, die für Anfänger und Aufsteiger von Relevanz sind:

Roundpin & Round Tail:
Reine Pin Tails (sehr spitze Form) werden eigentlich nur für Gun-Shapes und Big-Wave-Boards verwendet. Deswegen sind sie für diese Einführung von wenig Relevanz. Die Round Tail hingegen ist oft an Shortboards zu finden. Sie macht das Fahrgefühl direkter und schneller, allerdings auch etwas instabiler. Der Kompromiss aus beidem, eine sogenannte Roundpin Tail kann deshalb bei fast allen Boards zu finden sein. Sie zeichnet sich durch ein weicheres Fahrgefühl mit einer Balance zwischen radikalen Turns und Stabilität aus.

Squash Tail:
Die Squash Tail sieht aus als würde am Ende des Boards ein Stück abgeschnitten sein. Die Squash Tail verleiht dem Board ein sehr direktes Fahregefühl, mit dem Turns radikaler als mit Round Tails gefahren werden können. Trotzdem ist noch genug Fläche am Boardende vorhanden um Geschwindigkeit aufzubauen und dabei das Board in einer stabilen Gleitfahrt zu halten. Diese Tail ist die erste Wahl für die meisten Shortboards.

Swallow Tail
Die Swallow Tail ist durch das eingeschnittene Dreieck (oder auch V) zu erkennen. Dadurch entstehen zwei Mini Pin Tails durch die man von Kante zu Kante carven kann. Am besten geeignet ist die Swallow Tail in kleinen Bedingungen.


Finnen

  1. Single (1-Finne)
    Mit einer Finne haben Boards die meiste Kontrolle. Typischerweise für klassische Longboards eingesetzt
  2. Thruster (3-Finnen)
    Die meisten Boards kommen als Thruster, da dieses Finnen Set-Up am vielseitigsten ist. Sie stellen die beste Kombination aus Kontrolle und Geschwindigkeit dar.
  3. Quad (4-Finnen)
    Dieses Finnen Set-Up ist schneller als das Thruster Set-Up, allerdings mit etwas weniger Kontrolle. Meist in größeren Wellen gefahre


Deck
Die ersten Surfstunden haben höchstwahrscheinlich auf einem Softdeck stattgefunden; und das auch aus gutem Grund. Softdeck Boards minimieren das Vereletzungsrisiko und liefern, normalerweise in Kombination mit einem Mini-Malibu Shape, perfekte Fahreigenschaften um Weißwasser-Wellen und kleinere, erste grüne Wellen zu surfen. Wer jedoch regelmäßig zum Surfen kommt, wächst schnell aus dem Softdeck heraus. Es eignet sich also nur für die wirklichen Anfänge oder für diejenigen, die unregelmäßig zum Surfen kommen- in jedem anderen Fall sollte zum klassischen Harddeck zurückgegriffen werden.


Allgemeines
Jetzt wo wir die verschiedenen Shapes und Bestandteile des Surfboards durchgegangen sind, hast Du hoffentlich einen etwas besseren Überblick bekommen. Generell gilt aber, dass neben dem richtigen Shape auch das Volumen und die Länge des Boards auf Deine Körpergröße & Gewicht abgestimmt sein muss. Hierzu empfiehlt sich ein Blick auf folgende Tabelle:

 



Dein Gewicht Empfohlene Boardlänge Empfohlene Boardbreite Empfohlene Boarddicke
50-65 7'0"-7'4" 20'2"-21" 2'5"-2'8"
65-75 7'3"-7'9" 20'5"-21'5" 2'8"-3"
75-85 7'6"-8'0" 21"-21'9" 2'8"-3"
85-90 7'10"-8'4" 21'5"-22'3" 3"-3'3"
90+ 8'2"+ 22"+ 3'2"+