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Segel

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Der Markt für Windsurfsegel ist in den letzten Jahren förmlich explodiert. Mehr Marken, mehr Arten und noch mehr Zwischenarten. „Freeride Crossover“ oder „Freestyle Wave“ - wer soll da noch durchsteigen? Wir versuchen Dir die Welt der Segel ein wenig zu öffnen, damit Du am Ende eine fundierte Kaufentscheidung treffen kannst. Grob unterscheiden wir in Segelgruppen, welche wir jetzt mit den jeweiligen Vor-und Nachteilen genauer unter die Lupe nehmen.

Wave Segel - das Windsurfsegel für den Einsatz in der Welle.

Wavesegel sind für radikale Bedingungen konzipiert. Das hat Auswirkung auf das Material und den Schnitt. Oft besteht das Segeltuch aus sogenanntem X-Ply. Dieses ist normaler Monofilm, welcher mit Polyester- oder Carbonfasern verstärkt ist. Das führt zu extrem hoher Reißfestigkeit. Allerdings wiegt X-Ply Material mehr als Monofilm. Um das zusätzliche Gewicht auszugleichen, werden weniger Segellatten verwendet. Der charakteristische, schmale Schnitt der Wave-Segel sorgt dafür, dass auch im Wellental noch genug Segelfläche mit Winddruck gefüllt wird. Zusätzlich entsteht ein direkteres Fahrgefühl, welches sich optimal für radikale Manöver in der Welle eignet. Klare Stärken von Wavesegeln sind das leichte Fahrgefühl, das direkte Handling und die Möglichkeit selbst bei höchsten Windstärken noch kontrolliert surfen zu können. Im Vergleich zu anderen Segeltypen sind Wave-Segel etwas schwerfällig in der Angleitphase. In Punkto Höchstgeschwindigkeit können sie nicht mit Race- oder Freeridesegeln mithalten. Durch die X-Ply Verstärkung bringt das Segeltuch mehr Gewicht auf die Waage. Wavesegel werden meist in kleinen Größen gefahren - der Gewichtsunterschied zu Monofilmsegeln ist auf Grund der kleinen Segelfläche allerdings kaum spürbar.

Freestyle Segel - für unbegrenzte Manöver und Surfspaß bei Leichtwind.

Eine klare begriffliche Abgrenzung ist hier schwierig. Im Allgemeinen handelt es sich bei dieser Segelklasse um Manöversegel, die sich irgendwo zwischen Wave- und Freeridesegeln einordnen lassen. Wendig und direkt, gleichzeitig mit guten Angleiteigenschaften und Geschwindigkeit. Oft sind diese Segel leicht gebaut und gut ausbalanciert. Je nach Hersteller ist diese Segelklasse auch als Crossover, Freestyle-Wave, Bump-and-Jump oder Freemove Segel bezeichnet. Es bestehen zwar feine Unterschiede, im Groben stellen aber alle ein Allround-Segel dar. Perfekt eignen sich diese Segel für Aufsteiger. Doch auch Profis auf dem Flachwasser, die Schrauben und Sprünge aus dem Nichts zaubern, bedienen sich an den reinen Freestylesegeln. Ein klarer Vorteil sind die wendigen Eigenschaften eines Wavesegels, gepaart mit den kraftvollen Gleiteigenschaften eines Freeridesegels. Der Einsatzbereich dieser Gattung reicht von Flachwasserrevieren bis in kleine Wellen. Der einzige Nachteil ist, dass durch die Kombination keine der Eigenschaften in vollem Maße ausgebildet ist. Es ist also wendig und kraftvoll zugleich, doch nicht so direkt wie ein Wavesegel und nicht so kraftvoll wie ein Freeride- oder Racesegel.

Freeride Segel - das Allround-Talent für jeden Windsurfer.

Freeridesegel sind im oberen Bereich breiter als Wavesegel. Für die entsprechende Stabilität werden mehr Segelatten benötigt. Die Segel wirken daher sehr kraftvoll. Das ist perfekt für eine ganz entspannte Session auf Flachwasser. Die Segel gleiten gut an und durch: sie lassen sich insgesamt angenehm handeln. Es gibt einige Freeridesegel mit sogenannten „Cambern“ (Profilzangen). Hierbei handelt es sich um einen kleinen Überhang des Segeltuchs am Schothorn. Diese eignen sich besonders gut für sehr böige Reviere, da der Camberüberhang in starken Böen wegklappt und der Segeldruck kurzzeitig nachlässt, bevor sich das Profil wieder aufbaut. Ein großer Vorteil von Freeridesegeln ist der Vortrieb. Durch den bauchigeren Shape des Segels entsteht allerdings auch eine leichte Schwerfälligkeit im Vergleich zu Wave-, oder Freestylesegeln.

Freerace - das Windsurfsegel für alle Hobby-Racer.

Freerace-Segel können auch als Unterkategorie von Freeridesegeln gelten, sind aber stärker auf Geschwindigkeit ausgelegt. Ganz grob lässt sich sagen: Freerace-Segel liegen zwischen „easy going“ Freeride- und ausgereiften Racesegeln. Meistens haben diese Segel sogenannte "Camber" (Erklärung siehe Freeridesegel). Anders als bei klassischen Freeridesegeln, liegt der Fokus deutlich mehr auf Geschwindigkeit. Erreicht wird der höhere Speed durch extra Segellatten und lange Gabelbäume. Diese Segel sind eher für fortgeschrittene Fahrer geeignet -ein Race-Profi musst Du aber nicht sein, um mit diesen Segeln Spaß zu haben. Suchst Du ein Segel, um erste Erfahrungen im Race-Bereich zu machen? Der Komfort eines Freeridesegls ist Dir dennoch sehr wichtig? Dann ist das Freerace-Segel Deine erste Wahl!

Race Segel - das Windsurfsegel für den Speed-Rekord.

Diese Segel stellen das Gegenstück zu Wavesegeln dar. Der Fokus liegt ganz klar auf Geschwindigkeit. Direktes, agiles, wendiges Handling ist in dieser Segelkategorie eher ein Fremdwort. Dafür bist Du mit einem Racesegel definitiv einer der schnellsten auf dem Wasser. Diese Eigenschaften ergeben sich aus einem sehr breiten Segelshape, extrem langen Gabelbäumen und einem tiefen Segelprofil. Dieses produziert hervorragenden Vortrieb: bei kleinsten Böen gleitets Du problemlos an. Trotz des schwerfälligen Fahrgefühls lassen sich Racesegel noch einigermaßen gut kontrollieren. Hauptsächlich werden diese Segel in Wettkämpfen gefahren.

Kids Segel - das optimale Windsurfsegel für Kinder.

Die typischen Kindersegel sind in der Bauart ähnlich zu Anfängersegeln. Durch einen dünnen, leichten Aluminiummast wird Gewicht gespart. Der Schotstart ist um Längen einfacher: die ersten Schritte auf dem Windsurfboard sind deutlich angenehmer. Die Qual, das endlos schwere Rigg aus dem Wasser zu ziehen, gehört damit der Vergangenheit an. In puncto Perfomance gibt's einige Abstriche. Sobald die ersten Gleitfahrten möglich sind, solltest Du Deine Kids auf ein kleines Wavesegel wechseln lassen. Durch den Segelshape haben sie deutlich mehr Vortrieb. Klassische Kindersegel sind für die Anfänge perfekt und erleichtern den Einstieg enorm. Sobald die ersten Gleitfahrten und Halsen auf dem Trainingsplan stehen, solltest Du auf ein leistungsstärkeres Segel wechseln.

Windsurf-Komplett-Rigg - der ideale Einstieg in den Windsurfsport.

Der Einstieg ins Windsurfen ist teuer. Hinzu kommt die Vielfalt an unterschiedlichen Komponenten: was benötige ich eigentlich für ein vollständiges Rigg? Und woher weiß ich, ob alles zusammen passt? Hast Du das Windsurfen für Dich entdeckt und möchtest erst einmal schauen, ob es Dir abseits des Einsteigerkurses auf Dauer Spaß macht? Greife zu einem Windsurf-Komplett-Rigg. Vom Mast, über den Gabelbaum, bis hin zum Segel ist alles dabei. Viele Sets sind kompakt verpackt, sodass Du Dein Material bequem im PKW transportieren kannst. Komplett-Riggs eigenen sich zudem perfekt für WindSUPs mit Windsurfoption.