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Windsurfmaterial für Einsteiger: der Windsurfmast

DER WINDSURF-MAST
Was Du wissen solltest, damit Du den passenden Mast für Dein Segel findest.

Besitzt Du bereits ein Windsurfsegel? Dir fehlt aber noch der richtige Mast? Lass uns gemeinsam in die Tiefen der Materialkunde einsteigen: es wird ganz einfach - versprochen! Das oberste Gebot für den Einstieg: das Segel und Dein Windsurfmast müssen miteinander kompatibel sein. Selbst das beste Segel und der hochwertigste Mast funktionieren nur gut, wenn sie für einander gemacht sind. Warum ist das so wichtig?

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Der Windsurfmast gibt Deinem Segel das nötige Profil. Du steckst den Windsurfmast in die Masttasche des Segels und beginnst die Vorderseite/ das Vorliek zu trimmen. Der bis eben noch gerade Mast beginnt unter Spannung seine Form zu ändern: er fängt an sich zu biegen. Damit sich das optimale Segelprofil entfalten kann, gibt es von den Herstellern einige Empfehlungen. Beginnen wir mit der Länge und der Biegekurve.

In welchen Längen werden Windsurfmasten produziert?

Windsurfmasten gibt es in unterschiedlichen Längen. Bei den Herstellern haben sich 30 Zentimeter Sprünge etabliert. Die klassischen Windsurfmasten gibt es in den Größen: 370/ 400/ 430/ 460/ 490/ 520. Mit zunehmender Länge des Mastes verändert sich auch sein Härtegrad. Du hast vielleicht die Abkürzung IMCS schon mal gehört? In der Langversion steht das für Indexed Mast Check System. Doch was genau steckt dahinter?

Der IMCS-Wert von Windsurfmasten und seine Bedeutung:

Die Aussagekraft über den Härtegrad eines Windsurfmasts wird immer wieder heiß diskutiert. Am Spot kannst Du mit Fachwissen glänzen. Unter uns gesagt: wichtig ist das nicht. Die einzelnen Längen haben immer den identischen Härtegrad. Sprich, jeder Windsurfmast mit einer Länge von 370 hat den IMCS-Wert 17. Alle 400-er Mast tragen den Härtegrad 19. Und so geht es munter weiter. Hältst Du Dich an die empfholene Mastlänge des Hersterllers, erwischt Du zwangsläufig den richtigen Härtegrad.

Grundsätzlich gilt: um so länger ein Windsurfmast - umso härter ist er. Gibt der Hersteller zwei Mastlängen vor, die Du für Dein Segel verwenden kannst, wird es spannend. Picken wir uns ein konkretes Beispiel heraus: Du hast ein 4.5-er Segel gefunden, der Hersteller empfiehlt Dir einen 370-er oder einen 400 Mast. Jetzt kommt Dein Körpergewicht ins Spiel. Für Windsurfer unter 70 Kilogramm rate ich zum kleineren Mast. Schwerere Surfer sollten den längeren Mast nehmen. Warum ist das so? Genau: kürzere Masten sind weicher. Dem leichteren Surfer wird es besser gelingen, auf dem Wasser das optimale Segelprofil zu entfalten. Gleiches lässt sich auf den schwereren Surfer übertragen.

Mast-Länge

  • 370
  • 400
  • 430
  • 460
  • 490
  • 520

IMCS-Wert

  • 17
  • 19
  • 21
  • 25
  • 28
  • 32

Woher weiß ich, welche Mastlänge zu meinem Segel passt?

Die Angaben findest Du auf Deinem Segel. Meist in aufgedruckter Form - im unteren Teil. Dort, wo Du den Mast reinsteckst. Zusätzlich findest Du die gleichen Informationen direkt auf der Segeltasche. Du musst das Segel also nicht jedes mal ausrollen, um nach der idealen Mastlänge zu schauen.

Sind alle Windsurfmasten mit einem Segel kompatibel?

Ganz klares "Nein". Die Biegekurve von Windsurfmasten variiert von Hersteller zu Hersteller. Was ist die Biegekurve überhaupt? Einfach übersetzt: die Biegekurve gibt Aufschluss darüber, an welcher Stelle sich der Windsurfmast unter Spannung biegt. Unterschieden wird zwischen Flextop, Hardtop und ConstantCurve. Die Bezeichnungen lassen es schon erahnen. Flextop-Masten biegen sich überwiegend im oberen Drittel des Mastes (im sogenannten Top). Genau das Gegenteil ist bei einem Mast mit Hardtop der Fall: die Biegung im oberen Teil des Mastes ist etwas geringer; dafür im unteren Teil stärker ausgeprägt. ConstantCurve-Masten liegen genau zwischen den beiden Varianten; sie bilden die goldene Mitte.

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Windsurfmasten gibt es mit verschiedenen Durchmessern - wo ist der Unterschied?

Es gibt dicke Windsurfmasten und dünne Windsurfmasten. Das klingt natürlich unprofessionell. Lass es mich lieber so ausdrücken: Windsurfmasten haben einen Standard-Durchmesser oder einen reduzierten Durchmesser. Im Fachjargon heißt es korrekter Weise SDM (Standard Diametre Masts) und RDM (Reduced Diametre Masts). Welche Variante Du für Dein Segel benötigst wird Dir ebenfalls vom Hersteller empfohlen. RDM-Masten surfst Du idealerweise bei Segelgrößen bis 6.0/ 6.5 Quadratmeter. Bei größeren Segeln kommt ein SDM-Mast zum Einsatz.

Keyfacts - Mastdurchmesser:

SDM: 48mm
RDM: 32mm

Hast Du bereits eine Verlängerung für Deinen Mast? Denke daran, dass diese mit Deinem Windsurfmast zusammen passt. Du benötigst für einen RDM Mast eine Verlängerung mit reduziertem Durchmesser. Für einen dicken Mast - mit Standard-Durchmesser - benötigst Du eine SDM-Verlängerung. Hier geht's jetzt aber um den Windsurfmast. Möchtest Du mehr über Mastverlängerungen erfahren? In unserem Buyers-Guide findest Du nützliche Tipps, wie Du die optimale Mast Verlängerung findest.

Epoxy-Masten oder Windsurfmasten aus Carbon?

Die Masten unterscheiden sich anhand der verwendeten Materialien. Das wirkt sich auf das Gewicht und den Preis aus. Epoxy-Masten sind die günstigsten Windsurfmasten, bringen folglich am Meisten Gewicht auf die Waage. Masten mit Carbonanteil gibt es in verschiedenen Abstufungen. Beginnend mit einem Anteil von 30% Carbon, bishin zum 100% Carbon-Mast. Die Preisschilder an den Masten steigen mit zunehmenden Carbonanteil.

Welche Vorteile bringt ein Windsurfmast mit einem hohen Carbonanteil?

Mit zunehmendem Carbonanteil steigt die Geschwindigkeit, in der ein Windsurfmast bei ruppigen Bedingungen in seine Ursprungsform zurück schnellt. Um so fixer das passiert; um so bessere Leistungen lassen sich mit dem Mast erzielen. Diese sogenannte Rückstellgeschwindigkeit ist bei einem Epoxy-Mast extrem niedrig; bei einem Mast aus 100% Carbon ist sie extrem hoch. Der Preisunterschied zwischen einem Epoxy-Mast und einem Windsurfmast mit 30% Carbonanteil ist überschaubar. überspringe den Epoxy-Mast und entscheide Dich direkt für einen Mast mit 30% Carbonanteil. Hier lohnt es sich zu Beginn etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Der Carbonmast erleichtert Dir das Segelhandling spürbar.

Die Herstellernagaben geben Dir die beste Orientierung bei der Wahl des Windsurfmasts:

Entscheide Dich zuerst für das Segel Deiner Wahl. Damit sind die Rahmenbedingungen für den passenden Windsurfmast geschaffen. Anhand der Herstellerangaben findest Du direkt das optimale Modell.

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