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Neoprenhauben im Test

7 Neoprenhauben, mit denen Du garantiert keinen kühlen Kopf behältst.

Während die meisten noch den Sommer genießen und draußen auf dem Wasser im Kurzarm- oder gar Shorty-Neoprenanzug über's Wasser fliegen, haben Industrie und Surf-Shops bereits die nächsten beiden Jahreszeiten im Blick.

Herbst und Winter kommen schneller, als uns lieb ist. Und schon steht man wieder vor der Frage: komme ich auf Grund der Kälte noch auf's Wasser oder eher nicht? Das Wetter soll natürlich kein Hindernis sein. Egal, ob Kitesurfen, Windsurfen, SUP-en oder Wellenreiten - hier gilt: es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. In diesem Fall ist es der Neoprenanzug und natürlich die wichtigen Accessoires, wie Neoprenschuhe, Hauben und Neoprenhandschuhe.

Ich habe mich auf dem Markt umgeschaut und genau geprüft, was für die kommende Wintersaison an neuen tollen Sachen im Bereich Neoprenhauben auf den Markt kommt.

Dabei habe ich die folgenden Marken genauer unter die Lupe genommen: ION, Prolimit, XCEL, Mystic, Ascan, Manera und Ride Engine.

Diese 7 Neoprenhauben haben wir getestet:

• ION Neo Hood

• Prolimit Hood Xtreme

• XCEL Drylock TDC

• Mystic Supreme Hood

• Ascan Hood Comfort 

• Manera Magma

• Ride Engine Neoprenhaube

Hauben gibt es seit vielen Jahren und die Frage ist durchaus berechtigt: warum bedarf es einer genaueren Untersuchung und einer ganzen Story? Als Kiter und allgemein als Wassersportler wissen wir, dass das Tragen von Handschuhen und der unstylischen Neoprenhaube eher eine Pflicht, als eine Kür ist. Es ist die Notwendigkeit, um in den kalten Tagen überhaupt einigermaßen schmerzfrei aufs Wasser zu kommen. Die Kür müsste die Industrie liefern. Den Handschuh, der warm hält und dennoch eine gute und angenehme Beweglichkeit ermöglicht. Die Neoprenhaube, die nicht einengt, Deinen Kopf vor Kälte schützt und auch die Sinneswahrnehmung durch die Einschränkung des Gehörs, nicht beeinträchtigt. Alles perfekt umzusetzen ist definitiv kein leichtes Projekt Gilt doch nach wie vor, dass die Dicke der Schlüssel zur Wärmeisolation ist und somit leider auch die Beweglichkeit und Flexibilität zwangsläufig darunter leidet.

Dennoch gibt es von Jahr zu Jahr einige Neuerungen, die es durchaus legitimieren genauer hinzuschauen. Bewertet werden dabei 9 verschiedene Kriterien. Im Faktor Design sei vorweggenomme: kein Hersteller hat es über die Note ausreichend geschafft – objektiv? Naja, nein – aber stylisch und gut aussehen kann eine Neoprenhaube an sich schon mal nicht. Farbe und Syle haben es leider noch nicht bis zur Neoprenhaube geschafft.

ION Neo Hood

ION hat in der kommenden Saison mehrere hochwertige Neoprenhauben im Programm. Eine Neoprenhaube mit 3mm Stärke will ich jedoch genauer unter die Lupe nehmen. Positiv fällt die Verarbeitung der Haube auf. Verschiedenste Materialien sind hier verarbeitet worden. Glatthautneopren am Hinterkopf und an den Seiten. Doppelt kaschiertes Neopren im Stirn- und Halsbereich.

Ein kleiner Neoprenschirm schütz zusätzlich vor Sonnenstrahlen und hält den Regen davor ab direkt in die Augen zu kommen. Ein Gummizug ist so eingearbeitet, dass die Haube perfekt an das Gesicht angepresst werden kann. Wasser kann so gar nicht erst eindringen. Das Innenmaterial ist flauschig und angenehm zu tragen. Die Nähte sind innen noch einmal zusätzlich verklebt.

Die Haube ist insgesamt sehr durchdacht. Die 3mm Stärke ist ausreichend, um auch bei kalten Tagen am Kopf nicht zu frieren. Der Mix aus Glatthaut- und doppelt kaschiertem Neopren ist sinnvoll, denn beim Tragen merkt man, dass der Halsabschluss, der unbedingt unter dem Neoprenanzug zu tragen ist, relativ flexibel ist – so sind Kopfdrehungen möglich, ohne dass die gesamte Haube verrutscht. Positiv sind auch die Löcher im Bereich der Ohren, die es ermöglichen, dass zumindest ein wenig Geräusche zu hören sind.

Die ION Neo Hood kostet 49,95 € und ist ihren Preis wirklich wert!

Insgesamt die NOTE gut.

» Neopren-Stärke
3/2 mm

» Mix aus Glatthaut- und doppelt kaschiertem Neopren
- Glatthautneopren am Hinterkopf und an den Seiten
- doppelt kaschiertes Neopren im Stirn- und Halsbereich

» Neoprenschirm
- schütz vor Sonnenstrahlen
- schützt bei Regen vor Spritzwasser in den Augen

» Gummizug
- sorgt für perfekte Passform
- minimiert den Wassereintritt

» flauschiges Innenmaterial
angenehmen Tragekomfort auf der Haut

» zusätzlich verklebte Nähe im Innenbereich
schützen zusätzlich vor Wassereintritt

» Löcher im Bereich der Ohren
bessere Wahrnehmung der Außengräusche

» Preis
UVP 49,95 Euro

Prolimit HOOD XTREME

Die 2.5mm dicke Neoprenhaube aus ultraweichen Airflex 550 Neopren hält dank vollständiger Thermofleece Innenkaschierung perfekt warm und liegt bequem wie eine zweite Haut an – das zumindest ist die Beschreibung die Pro Limit selbst liefert.

Das Konzept, dass hinter dieser Haube steckt ist ein anderes: die Haube ist nahezu komplett aus doppeltkaschiertem Neopren, lediglich das Schirmchen ist aus Glatthautneopren. Die Haube fühlt sich weich und flexibel an. Das Innenmaterial ist wirklich sehr flauschig und fühlt sich wirklich angenehm weich an.

Der doppelte Halsabschluss ist sehr durchdacht. Die Praxis zeigt: das längere Teil kommt unter den Anzug; das kurze Stück der zweiten Dichtlippe wird dann wiederrum über den Neoprenanzug gestülpt – so kommt kein Wasser in den Neo – und natürlich auch nicht unter die Haube! Die Haube überzeugt auf ganzer Linie! Sie ist angenehm zu tragen – lediglich die Löcher im Bereich der Ohren fehlen. Einen weiteren Abstrich muss man bei dem Einsatz im Winter machen: 2,5mm doppelt kaschiertes Neopren sind eben nicht 3mm Glatthaut Neopren.

Trotzdem eine richtig gute Neoprenhaube, die für nur 29,95 € zu bekommen ist.

Unsere Kaufempfehlung!

» Neopren-Stärke
2.5 mm

» Material-Mix:
- Haube: doppeltkaschiertes Neopren
- Schirm: Glatthautneopren

» weiches Airflex Neopren
sorgt für eine optimale Passform

» vollständige Innenkaschierung
- angenehmer Tragekomfort, auf Grund des flauschigen Thermofleece
- hält besonders schön warm

» doppelter Abschluss am Hals
verhindert das Eindringen von Wasser

» Preis
UVP 29,95 Euro

XCEL Drylock TDC

Eine der teuersten Neoprenhauben kommt aus dem Hause XCEL. Mit 55,- € ist die XCEL Drylock TDC Haube definitiv am oberen Ende der Preisspanne. Die Erwartung ist dem entsprechend sehr hoch.

Die Haube ist aus Glatthautneopren, welches sich weich und hochwertig anfühlt. Der untere Teil am Hals ist aus doppelt kaschiertem Neopren. Der Schirm ist optimal an die Öffnung angepasst.

Das Innenmaterial der XCEL Haube ist extrem hochwertig. Das TDC Material lässt die Haube dank des Quick Dry Fibers sehr schnell trocknen und hält dadurch länger warm. Alle Nähte sind von innen noch einmal getaped. Dadurch wird eine Langlebigkeit garantiert denn die Nähte halten einfach länger.

Die Neoprenhaube ist auch beim Tragen auffällig warm. Im Vergleich zu den anderen Hauben muss man sofort feststellen, dass hier insgesamt das dickste Material verwendet wurde. In Zusammenhang mit dem Innenmaterial kann man die Haube daher auf jeden Fall auch im Winter verwenden.

Die Passform ist gut. Lediglich die Wahrnehmung durch die fehlenden Löcher im Ohrbereich sind hier negativ zu erwähnen. In der Gesamtnote kommt auch die XCEL-Neoprenhaube mit der Schulnote 2 davon. Die Haube ist eine Kaufempfehlung für alle, die wirklich eine warme Haube für den Winter benötigen.

» Material-Mix:
weiches Glatthautneopren im oberen Teil der Haube
doppelt kaschiertem Neopren im unteren Bereich; am Hals

» Innenmaterial aus TDC
- lässt die Haube sehr schnell trocknen
- sorgt für eine längere Speicherung der Wärme

» Getapte Innennähte
- hohe Strapazierfähigkeit - macht die Haube langlebiger

» Neoprenschirm
- schütz vor direkter Sonneneinstrahlung
- schützt bei Regen vor Spritzwasser in den Augen

» Preis
UVP 55,- Euro

Mystic Supreme Hood - Testsieger

Kurz vor Redaktionsschluss erreichte mich noch die Mystic Supreme Hood.

Satte 59,- € soll die Haube kosten. Für ein Mystic Accessoire relativ hochpreisig. Aber, eine komplett neue Haube, die sich nicht nur toll anfühlt, sondern auch den Tragetest mit Bravour übersteht. Weiches Glatthautneopren im oberen Kopfbereich, robustes doppelt kaschiertes Neopren im hinteren Kopfbereich. Zu erwähnen ist auch der Glatthautneoprenabschluss, der unter dem Neoprenanzug dafür sorgt, dass der Abschluss zwischen Anzug und Haube perfekt abschließt.

Wie alle top Hauben ist ein Schirm vorne gut platziert angenäht und die Öffnung am Gesicht lässt sich per Gummizug bestens einstellen. Das Innenmaterial (Flaremesh) ist super angenehm zu tragen und die Nähte sind zusätzlich getaped.

Die Haube sitzt wirklich perfekt – die Mischung aus Glatthaut und doppelt kaschierten Materialien ist bestens ausbalanciert.

Mit 59,- € die teuerste Haube, aber auch die innovativste und der Testsieger.

» Material-Mix
- weiches Glatthautneopren im oberen Kopfbereich
- robustes doppelt kaschiertes Neopren im hinteren Kopfbereich 

» Neoprenabschluss
optimaler Abschluss zwischen Anzug und Haube; Wassereintritt wird auf ein Minimum reduziert

» Flaremesh Innenmaterial
sorgt für einen angenehmen Tragekomfort

» zusätzlich getapte Nähte
sorgen für eine lange Haltbarkeit der Haube

» Gummizug
Öffnung am Gesicht lässt sich individuell einstellen

» Neoprenschirm
- Spritzwasserschutz
- schützt vor direkter Sonneneinsrahlung ins Gesicht

» Preis
UVP 59,- Euro

Ascan Hood Comfort

Der Hamburger Neoprenhersteller Ascan hat natürlich ebenfalls eine Neoprenhaube im Angebot, die es in fast jedem Surfshop zu kaufen gibt. Aufgrund der großen Marktdurchdringung, des auf Neoprenaccessoires spezialisierten Hersteller, wollen wir das top Modell auch dem Vergleich mit den anderen Produkten unterziehen.

33,90 € - damit ist die Haube nicht die günstigste und muss sich daher insbesondere gegen die Prolimit Haube durchsetzen. Komplett aus Glatthautneopren und mit dem größten Kragen aller Hauben ist die Hood Comfort schon einmal auffällig. Das Glatthautneopren fühlt sich nicht so weich an, wie das der teureren Modelle anderer Marken, aber ist funktionell.

3mm sind auch echt und dürften warm halten – dafür sorgt ansonsten das Thermospan Innenfutter, welches in der kompletten Haube zu finden ist. Postiv fallen auch die Ohrlöcher auf, so dass man etwas besser hören kann.

Der Kragen ist in der Praxis gewöhnungsbedürftig. Hier muss man fast die Haube anziehen, bevor man den Neoprenanzug anzieht – ansonsten muss man relativ viel fummeln.

Die Neoprenhaube ist warm und überzeugt in vielen Kriterien. Im Vergleich schafft sie es jedoch nicht in die Bestenliste. Dafür ist der Preis überzeugend und man kommt mit dieser Haube auf jeden Fall warm durch den Winter.

» Neopren-Stärke
3 mm

» Material
komplett aus Glatthautneopren

» Thermospan Innenfutter in der gesamten Haube
sorgt für eine gutes Wärmegefühl

» Neoprenschirm
- Spritzwasserschutz
- schützt vor direkter Sonneneinsrahlung ins Gesicht

» Ohrlöcher
bessere Wahrnehmung der Außengeräusche

» Preis
UVP 33,90 Euro

Manera Magma Hood

Die Manera Neoprenhaube ist mit knapp 65,- € die teuerste Haube im Test. Die Erwartung daher auch sehr groß.

Weiches Glatthautneopren und die flauschige Innenkaschierung sorgen dafür, dass die Haube sehr wertig wirkt. Der Schirm ist aus doppeltkaschiertem Neopren, ebenso wie die Halsmanschette.

Die Passform ist gut, allerdings vermisst man im direkten Vergleich mit den Mitbewerbern die Verstellmöglichkeit in dem Gesichtsfeld. Hier ist es leider nicht möglich, mit einem Gummizug die Haube enger oder entsprechend wieder weiter zu stellen. Daher empfiehlt es sich, die Haube im Vorfeld anzuprobieren. Die Haube gibt es daher nicht in den bekannten Doppelgrößen, sondern in vier verschiedenen Größen, so dass die Passform auch dadurch bestens gewährt wird.

In der Praxis merkt man, dass die Haube gut durchdacht ist. Sie lässt sich relativ leicht anziehen und durch die Dicke von nur 2,5mm hat man eine gute Beweglichkeit. Auch das Innenfutter ist angenehm zu tragen.

Lediglich der Preis schreckt ab: 65,- € für eine Haube – da sollte man schon den ganzen Winter auf dem Wasser sein, oder man muss es einfach!

Warm genug ist die Haube auf jeden Fall.

» Neopren-Stärke
2.5 mm

» Material-Mix
- Haube: weiches Glatthautneopren
- Schirm und Halsmanschette: doppeltkaschiertes Neopren

» flauschiges Innenfutter
sorgt für einen wohligen Charakter auf der Haut

» Neoprenschirm
- Spritzwasserschutz
- schützt vor direkter Sonneneinsrahlung ins Gesicht

» Preis
UVP 65,- Euro

Ride Engine Neoprenhaube Hood

Ein ganz anderes Konzept verfolgt Ride Engine.

Die 4mm Neoprenhaube des Trapezspezialisten ist komplett aus Glatthautneopren und damit insgesamt extrem warm. Der Gesichtsabschluss sitzt anders, als bei anderen Hauben. Das liegt daran, dass der Schnitt ein anderer ist. Der Gesichtsausschnitt ist an sich sehr groß, dort wurde dann aber ein Neoprenstück als Abdeckung eingenäht. Das gesamte Gesichtsfeld lässt sich mit Hilfe eines Gummizugs wieder eng verschließen, so dass kein Wasser eindringen kann.

Die Haube ist dick und warm: der Abschluss am Hals ist etwas gewöhnungsbedürftig, da dieser leicht verrutschen kann. Die Haube gibt es in den Doppelgrößen S/M und L/XL zu kaufen. Der absolute Hammer ist der Preis und liegt bei 39,- € VK.

Damit bekommt die Haube im Punkt Preis/ Leistung eine glatte 10!

» Neopren-Stärke
4 mm

» komplett aus Glatthautneopren
hält besonderst gut warund

» Neoprenschirm
- Spritzwasserschutz
- schützt vor direkter Sonneneinsrahlung ins Gesicht

» Gummizug
sorgt für einen passgenauen Abschluss im Gesichtsbereich und minimiert das Wassereindringen auf ein Minimum

» Preis
UVP 39,- Euro

Wie immer hast du jetzt die Qual der Wahl. Neben diesen 7 Brands haben natürlich auch andere Marken Neoprenhauben im Angebot. Diese Modelle gehören zu den wichtigsten und am meisten verkauftesten. Damit solltest du jetzt einen besseren Überblick haben.

Insgesamt fehlte bei allen Herstellern die Innovation der Nachhaltigkeit und der Nachweis, dass es sich bei der Verarbeitung um unbedenkliche Materialien handelt und eine Produktion nachhaltig und unter arbeitsrechtlichen Gesichtspunkten einwandfrei ist. Hier muss definitiv mehr gemacht werden. Insbesondere, weil wir das Neopren mit der Haube direkt auf dem Kopf und im Gesicht haben.

Fazit: die Hauben sind alle durchweg gut und helfen Dir auch im Winter auf's Wasser zu kommen. Optisch allerdings ein Graus: da fällt das Augenmerk auf die vielen bunten Neoprenbeanies, die es auf dem Markt gibt… kann man das nicht auf eine Neoprenhaube übertragen?

Viel Spaß auf dem Wasser!